1. Startseite
  2. Kinderbikes, Kindersitze und Veloanhänger

Die Kleinen fest im Sattel: Alles rund um Kinderbikes, Kindersitze und Veloanhänger

Velofahren macht Spass, trainiert die Koordination und hält fit – drei gute Gründe, um Kindern die ganze Welt der Bikes näherzubringen. In diesem Berater erfährst du, wie du das richtige Velo für dein Kind auswählst, worauf es bei der Bikegrösse ankommt, wie dein Kind sicher im Strassenverkehr unterwegs ist und welche Möglichkeiten es gibt, den Nachwuchs von A nach B zu bringen. Zudem geben wir dir praktische Tipps, wie du deinen Kindern das Velofahren einfach beibringen kannst.

Das richtige Kindervelo finden

Welches das richtige Bike für den Nachwuchs ist, entscheiden drei Faktoren:

1. Die Körpergrösse: Je grösser das Kind, desto grösser sollte die Radgrösse sein, damit die Muskelkraft effizient eingesetzt werden kann.

2. Die Schrittlänge: Diese ermittelst du, indem dein Kind Schuhe und Hose auszieht, sich ein Buch zwischen die Beine klemmt, als würde es auf einem Sattel sitzen. Jetzt misst du mit einem Massband den Abstand zwischen der Oberkante des Buches und dem Boden. Das ist die Schrittlänge deines Kindes.

3. Das Alter: In der Schweiz dürfen Kinder bis 12 Jahre auf Trottoirs und Fusswegen unterwegs sein, wenn weder Radweg noch Radstreifen vorhanden sind – immer vorausgesetzt, dass sie im Sitzen die Pedale des Velos treten und leicht absteigen können, mit den Füssen also mühelos den Boden erreichen. Auf Hauptstrassen ab 7 Jahren – oder früher, wenn eine mindestens 16-jährige Person mit dabei ist. Das bedeutet, dass mit Eintritt in die Schulpflicht auch von Gesetzesseite ganz andere Ausflüge möglich sind und das Bike entsprechend gewählt werden sollte.

Video-Tipps

Was es bei der Kinder-Velosuche zu beachten gilt, zeigt dir unser Bike World Experte Nik:

 
Nachfolgend geben wir dir einen Überblick über die passenden Bikegrössen. Die Altersangaben sind ungefähre Richtwerte:

90–100 cm Körpergrösse / 40–45 cm Schrittlänge / 3–4 Jahre: 12 Zoll Radgrösse

100–120 cm Körpergrösse / 46–48 cm Schrittlänge / 4–6 Jahre: 16/18 Zoll Radgrösse

115–135 cm Körpergrösse / 48–55 cm Schrittlänge / 6–9 Jahre: 20 Zoll Radgrösse

130–150 cm Körpergrösse / 56–65 cm Schrittlänge / 9–12 Jahre: 24 Zoll Radgrösse

Ab 145 cm Körpergrösse / bis 80 cm Schrittlänge / ab 12 Jahren: 26 Zoll Radgrösse


Alt genug fürs Fahrradfahren

Grundsätzlich ist das Kind dann bereit, sobald es Lust aufs Velofahren hat, meist in einem Alter zwischen drei und vier Jahren. Bereits vorher eignet sich ein Laufrad bestens, um die Balance zu üben.    

Die Anfänge – Laufräder für Kinder

Laufräder sind, wie der Name schon sagt, Velos ohne Pedale. Die Kinder können auf dem Sattel des Laufrads Platz nehmen und das Velo durch Vorwärtslaufen fortbewegen. Hierbei wird insbesondere die Balance gefordert und gefördert, weshalb Laufräder die idealen Einsteigermodelle für spätere Velofahrer sind. Laufräder sind notabene auch der bessere Ersatz von Stützrädern. Ist ein Kind auf dem Laufrad bereits geübt, hat es innert Kürze auch auf dem Fahrrad die Balance. Laufräder schulen im Gegensatz zu Stützrädern das Gleichgewichtsgefühl von Anfang an.


Nachspringen, loslassen, fahren? Praktische Tipps für die ersten Solo-Velometer

1. Richtig einsteigen: Die Velokarriere beginnt dein Kind am besten mit dem Laufrad.

2. Solo ist hilfreich: Je öfter dein Kind anfangs alleine fährt, desto schneller lernt es. Das bedeutet, dass du dein Kind beim Velofahrenlernen zwar begleitest, ihm aber nicht die Arbeit abnehmen sollten.

3. Die richtige Position: Beide Füsse auf die Pedale, beide Hände an die Lenkstange, gerader Rücken, Blick nach vorne. Ein erster Anschub ist hilfreich, damit Schwung in die Sache kommt. Am besten gehst du seitlich neben deinem Kind her und stützen es gegebenenfalls, sollte es in eine Schieflage geraten.


Für kleine Fortgefahrene – Kinderbikes für die nächste Generation

Hat das Laufrad seinen Zweck getan, geht es für die Kleinen auf Kinderbikes weiter. Sind die Pedale noch ungewohnt, so können sie für die ersten Versuche auf dem Kinderbike abgeschraubt werden.

Auch bei Kinderbikes unterscheidet man bereits zwischen den Terrains, auf denen gefahren wird: Strassenbikes mit kleineren Radgrössen (entsprechend gemacht für jüngere Kinder) benötigen oft nicht mehr als einen Gang. Wachsen die Kinder und damit die Radgrössen, kommen meist zusätzliche Gänge dazu, damit man als Familie auch etwas anspruchsvollere Strecken meistern kann. Und wenn in den Kids die Liebe zum Mountainbike erwacht, sind die passenden Kinder-Mountainbikes natürlich auch mit Federung ausgestattet, die Stösse abfangen und auch abseits von asphaltierten Strassen Fahrkomfort und Sicherheit garantieren.
Entscheidend fürs Vorankommen des Kindes ist auch das Gewicht des Fahrrads. Leichtere Velos sind für das Kind einfacher manövrierbar – das Kind bewegt sich schneller fort, das Fahren macht mehr Spass.

Gut zu wissenGut zu wissen

Empfehlenswert ist es, direkt mit einem Fahrrad mit Handbremsen anstatt Rücktrittbremsen zu starten, denn früher oder später steigt das Kind auf ein Velo mit Handbremsen um. Zudem sind Rücktrittbremsen beim Anfahren unpraktisch. Moderne Kinderbikes sind mit kindgerechten und leicht bedienbaren Bremshebeln ausgestattet, womit das Handbremsen kinderleicht wird.

Primerider

Ein echtes Leichtgewicht: Prime Rider

20% leichter als herkömmliche Kinderbikes und erst noch gut fürs Portemonnaie: Unsere Crosswave Prime Rider gibt's in verschiedenen Grössen und Farben! Jetzt aussuchen und Kinderaugen zum Leuchten bringen. 
Academy

Der neue Star am Kidsbike-Himmel: ACADEMY

Ultraleicht, ergonomisch, smart und supercool: Das sind die Bikes der Kinderbike-Marke ACADEMY. Tauche jetzt in die Welt der neuen Kinderbikes ein und entdecke, welche Qualität in ihnen steckt.

So stellst du das Velo deines Kindes richtig ein 

Dein Kind soll jederzeit einen guten Überblick über die Strasse haben – ein aufrechter Sitz auf dem Velo ist also von Vorteil. Beide Füsse sollten den Boden gut berühren können, damit dein Kind selbstständig auf- und absteigen kann und beim Anhalten abstehen kann. Das Kind wächst – und das Velo? Achte darauf, dass das Velo genügend Spielraum bietet, um Sattel und Lenker in der Höhe individuell auf dein Kind einzustellen.

 

Gas geben mit den Grossen – Die Tandemstange verbindet

Mit einem Stangensystem, einer sogenannten Tandemstange, kann man das Kinderbike mit dem eigenen Velo zusammenfügen. Besonders positiv ist dabei, dass sich die Kleinen schon früh an richtige Verhaltensmuster im Verkehr gewöhnen. Die Kids sind damit auch aktiv unterwegs – sie treten selbstständig in die Pedale. Ideal also für die ersten gemeinsamen Velotouren.

 

 

Ab in den Park – Kinder-BMX

BMX-Velos sind besonders robust gebaut und verfügen über einen fixen Gang. Sie werden auf Asphalt und in BMX-Parks eingesetzt und sind mit den sogenannten Pegs, den verlängerten Achsen, perfekt geeignet für Tricks und Slides.

 

Sicherheit wird grossgeschrieben – die richtige Veloausstattung

Die Gesetzgebung in der Schweiz schreibt für Kinderbikes im Strassenverkehr folgende Elemente vor:

  • zwei funktionierende Bremsen
  • intakte, gut gepumpte Reifen
  • Reflektoren vorne (weiss) und hinten (rot) und an den Pedalen (orange)
  • ein Licht vorne (weiss) und hinten (rot) diese müssen ruhen, dürfen also nicht blinken.

In der Schweiz besteht keine Helmpflicht, jedoch empfehlen wir für die Sicherheit deines Kindes ganz klar, jederzeit einen Helm zu tragen. Eltern sollten hier mit gutem Beispiel vorangehen, damit der Helm zum fixen Teil jedes Veloausflugs wird. Mehr Informationen zu Grösse, Sitz und Modellauswahl des perfekten Helms findest du in unserem Helm-Ratgeber.

 

Die Kids im Gepäck – Transportmöglichkeiten für Kinder

Sind die Kinder noch nicht alt oder versiert genug, um selbstständig mit eigenem Velo auf der Familientour dabei zu sein, gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Kindersitze und Veloanhänger für Kinder.

 

Pole-Position oder Rückbank – wo sitzt das Kind am besten?

Bei Kindersitzen unterscheidet man zwischen Front- und Sattelrohr-Montage.

Die Sattelrohr-Montage über dem Gepäckträger ist die gängigste Montageart von Kindersitzen und auch für Kinder über 15 kg Körpergewicht geeignet. Diese Kindersitze sind höher gebaut, stützen Rücken und Nacken des Kindes also besser und haben sich im Test bewährt. Da das Kind hinter dir sitzt, ist es bei kaltem und nassem Wetter besser geschützt. Am Anfang ungewohnt ist bei Sattelrohr-Montage die hecklastige Gewichtsverteilung. Gerade bei hohen Geschwindigkeiten kann das zu einem leichten Schlenkern des Hinterrads führen. Als Velofahrer benötigt man beim Anfahren zudem etwas mehr Schwung, um in den Tretmodus wechseln zu können. Unser Tipp: Übe und teste das Anfahren, indem du z. B. einen vollbepackten Rucksack auf dem Gepäckträger mit dir führst.

Ebenfalls erhältlich sind Systeme zur Front- bzw. Lenkermontage. Diese werden aber seltener eingesetzt, u. a. weil das zusätzliche Gewicht an der Lenkstange das Lenkverhalten des Bikes verändert. Diese Systeme sind für Kinder unter 15 kg Körpergewicht geeignet. Der Vorteil: Da die Kinder nach vorne sehen können, verhalten sie sich ruhiger, zudem hast du beim Fahren direkten Sicht- und Sprechkontakt mit deinem Nachwuchs.

Optional zur Sattelrohr-Montage gibt es auch Kindersitz-Systeme, die direkt auf dem Gepäckträger befestigt werden. Aus Sicherheitsgründen muss der Gepäckträger aber zwingend neuwertig und für das Gewicht zugelassen sein. Unsere klare Empfehlung: Verwende zur Montage des Kindersitzes immer ein Gepäckträgersystem. Ein Federungs-Zwischenstück – etwa beim Pletscher System-Gepäckträger mit Federstück – dämpft Schläge für mehr Komfort.

 

Highlights in der Kategorie Kindersitze