Bike-Helm Berater

Alles steht Kopf – wie Sie den perfekten Bike-Helm finden

Auch wenn in der Schweiz keine Helmpflicht für Velos besteht – Ausnahme: E-Bikes mit bis zu 45 km/h Tretunterstützung –, empfehlen wir in jedem Fall das Tragen eines Velohelms. Anhand der folgenden Tipps zeigen wir Ihnen, was Sie über Belüftung, Verstellsysteme, Gewicht, Helmpflege und die modernsten Technologien wissen müssen, um den perfekten Bike-Helm zu finden.

Schutz für jeden Einsatzzweck – die unterschiedlichen Helmarten

Je nachdem, wo Sie am liebsten mit dem Fahrrad unterwegs sind, setzen Sie auf einen spezifischen Helmstil. Wichtig: Legen Sie beim Kauf eines Helms Wert darauf, dass er das Gütesiegel «EN 1078» trägt. Dieses bestätigt, dass der Helm von einer Fachstelle geprüft und für sicher befunden wurde. Bei Bike World bieten wir nur entsprechend zertifizierte Helme an, die in jeder Situation für Sicherheit sorgen.

Gut zu wissenGut zu wissen

DIN EN 1078 ist eine EU-Prüfnorm, die akkreditierte Prüflabors (z. B. die Empa) europaweit einsetzen. Will ein Produzent einen Helm in den Handel bringen, muss dieser den ein oder anderen Test bestehen. Unter anderem einen Sturz aus 1,5 Metern Höhe auf eine flache Ebene sicher überstehen. Darauf aufbauend existiert für Kinderhelme die EU-Prüfnorm DIN EN 1080: Hier muss zusätzlich der Kinnriemen bei einer gewissen Zugkraft reissen, um zum Beispiel beim Spielen auf dem Spielplatz das Einhängen zu verhindern.


Mountainbike-Helm

Rundumschutz gehört beim Mountainbiken zur höchsten Priorität. Schliesslich soll der Kopf nicht nur bei einem Sturz optimal geschützt sein, sondern auch vor tiefhängenden Ästen. Dazu kommt ein besonders leistungsstarkes Belüftungssystem mit grossen Aussparungen, ein Visier/Shield, damit Sie trotz Gegenlicht den Trail im Blick haben, und oftmals ein etwas tiefer heruntergezogenes Heck an den Seiten und am Hinterkopf, um noch mehr Schutz zu garantieren.


Full-Face-Helm

Downhill-Fahrer nehmen es mit hohen Geschwindigkeiten, steilen Wegstrecken und wagemutigen Stunts auf – da muss der Helm mithalten können. Full-Face-Helme sind da genau das Richtige: Zum zusätzlichen Schutz des Gesichts sind diese mit einem Kinnbügel versehen, der je nach Ausführung demontierbar ist: Beim Aufstieg geniesst man Sonne und Brise, bergab wird der Bügel fixiert und schützt vor etwaigen Verletzungen. Für zusätzlichen Schutz der Augen tragen Sie zudem eine Goggle.


City- und Trekking-Helme

Wer seine Quartierstrassen kennt oder oft Trekkingtouren absolviert, bei denen kaum Verkehr herrscht, ist vielleicht versucht, den Helm zu Hause zu lassen. Wir empfehlen aber, jederzeit einen Helm zu tragen. Die gute Nachricht: Diese Helme gibt es in unterschiedlichen Modellen und sie stehen den Designs der stylischen Citybikes in nichts nach.


Für E-Bikes

E-Bikes werden vom Gesetzgeber in zwei Kategorien eingeteilt: in solche, die bis zu 25 km/h Tretunterstützung bieten, und in jene, sogenannte S-Pedelecs, deren Elektromotor bis 45 km/h mithilft. Durch das hohe Tempo ist besonderer Schutz unabdingbar. Deshalb hat der Gesetzgeber in der Schweiz (und in allen anderen EU-Ländern) eine Helmpflicht für S-Pedelec-Fahrer festgelegt. Hierfür eignen sich insbesondere geschlossene Helme mit Plexiglas-Visier. Diese Helme sind auch bei anderen Velofahrern ohne Akku-Unterstützung beliebt, da sie die Augen perfekt vor Zugwind und Insekten schützen.


Rennvelo-Helm

Diese Helme sind perfekt auf Performance ausgelegt: Sie sind überaus leicht und ohne Shield, um ideale Aerodynamik zu bieten, und zudem sehr gut belüftet. All das macht sie für jeden Radrennfahrer weit mehr als nur zu einem gut aussehenden Accessoire.


Jugend- und Kindervelohelm

Damit das Helmtragen zur Selbstverständlichkeit wird, empfehlen wir, schon die ersten Fahrversuche mit Helm zu planen und das Kind gleich an den Velohelm zu gewöhnen. Die Palette für Kinderhelme reicht dabei von verspielten Designs bis hin zur Kleinversion beliebter Erwachsenenmodelle. Und wie überall, wo es um die perfekte Passform geht, gilt auch hier: Immer passend kaufen und die Kleinen nicht «hineinwachsen» lassen.

Gut zu wissenGut zu wissen

Helme können Ihren Kopf nur dann schützen, wenn sie vollständig intakt und unversehrt sind. Lassen Sie Ihren Velohelm nicht fallen und tauschen Sie ihn nach jedem Sturz und selbst nach einem harten Schlag auf den Helm aus – es könnten nicht sichtbare Schäden entstanden sein, die dazu führen, dass der Schutz nicht mehr zu 100 Prozent gewährleistet ist. Auch feine Haarrisse können in der nächsten brenzligen Situation dazu führen, dass Ihr Helm nicht mehr ausreichend schützt. Wir teilen die Empfehlung der Hersteller, den Velohelm nach spätestens fünf Jahren so oder so zu ersetzen.


Frischluft und wenig Gewicht – was Helmgeometrien heute können müssen

Viele werden sich noch erinnern, wie heiss es früher unter Velohelmen wurde – und wie schwer die Helme waren. Doch eine gute Belüftung ist nicht nur angenehm, sondern auch wichtig für unseren Körper. Wenn wir Velo fahren, insbesondere mit hohem Tempo und über längere Zeit hinweg, erhitzt sich unser Körper und schwitzt, um sich wieder abzukühlen. Insbesondere über den Kopf würde dabei viel Wärme entweichen, wäre da nicht der Helm. Deshalb sind Helmgeometrien heutzutage besonders leicht und mit einer Vielzahl an Lüftungsschlitzen konzipiert.


Die inneren Werte schützen – alles zu Velohelmaufbau und MIPS-Technologie

Velohelmaufbau

Beim Helmaufbau unterscheidet man zwei grundlegende Konstruktionsweisen: in-Mold und Hartschale. Beide weisen eine härtere Aussenschicht und eine Innenschicht aus EPS-Schaum auf, die Aufprallenergie auf möglichst viel Fläche umleitet und so den Druck auf Ihren Kopf minimiert. Sie unterscheiden sich aber in wesentlichen Punkten: Bei In-Mold-Konstruktionen werden Aussenschicht und Innenschicht gleichzeitig geformt, verschweisst und ergeben dadurch eine sehr leichte und stabile Konstruktion. Für Hartschalenhelme fügt man die beiden Komponenten erst später zusammen und verklebt sie. Diese Art der Konstruktion macht Hartschalenhelme etwas schwerer, aber auch günstiger als In-Mold-Helme.

Fazit: Wer Wert auf Gewichtseinsparung und bessere Ventilation legt, investiert in einen In-Mold-Helm. Beide Helme bieten die gleich hohen Sicherheitsstandards.